Planung einer Weltreise

Am Anfang war die Idee. Und dann der Gang ins Reisebüro, ein paar Kataloge durchblättern, buchen, fertig. So funktioniert es zumindest beim Planen eines Pauschalurlaubs. Eine Weltreise hingegen ist schon ein Projekt von einem ganz anderen Kaliber. Von Urlaub kann eigentlich keine Rede sein, eher von einem Sabbatical bzw. Sabbatjahr.  Die Welt ist groß und hat viel zu bieten, da muss man schon als Weltreisender viele Faktoren berücksichtigen, Gefahren und Risiken, aber auch Abenteuer und Sehenswürdigkeiten, logistische Gegebenheiten und natürlich ganz persönliche Vorlieben.

Auch wenn man schon eine grobe Idee von der anstehenden Welttour hat, sollte man sich folgende Fragen sehr präzise beantworten:

  • Was erwarte ich von einer Weltreise?
  • Welche großen Lebensfragen möchte ich hinterher beantworten können?
  • Wie viel Zeit kann ich für die ganze Tour nehmen?
  • Wie groß ist mein Budget?

Diese Fragen habe ich mir selbst gestellt und meinem persönlichen Notizbuch mit dem Titel “Rainer Chaudhuris Megaprojekt” beantwortet.

Ja, ich führe ein Notizbuch zu diesem Projekt und notiere alle Gedanken und Ideen, die in mir keimen. Das Schreiben hilft mir sowohl beim Reflektieren über das Vorhaben, verschafft mir einen Überblick über anstehende Aufgaben und ist eine gute Möglichkeit alles zu dokumentieren.

Was erwarte ich von einer Weltreise?

Ich möchte einfach mal für eine längere Zeit wieder leben. Raus aus dem Alltag, in dem man nur noch für die Arbeit lebt. Ich möchte das Leben beobachten, das menschliche Treiben, die Bedürfnisse der Menschen, ihre Sichtweisen, ihre Sorgen, aber auch Freuden… All das möchte ich aus nächster Nähe sehen. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch unseren Planeten, unsere Heimat, kennen lernen. Ich möchte ihre Schönheit, ihre übermächtige Gewalt, aber auch ihre Verletzbarkeit kennen lernen.

Insgesamt möchte ich auf meiner Weltreise reifen. Wie ein neugieriges kleines Kind möchte ich mich allem Neuen gegenüber offen zeigen und täglich etwas Wertvolles lernen.

Welche großen Lebensfragen möchte ich hinterher beantworten können?

Ich werde nach meiner Reise zwar immer noch nicht in der Lage sein ein wissenschaftlich anerkannte philosophische Abhandlung zu verfassen. Doch ich denke, dass ich einen besseren Zugang zu den wirklich wichtigen Werten des Lebens finden werde. Ich werde die selbstverständlichsten Gegebenheiten unserer Gesellschaft besser schätzen. Ich werde mein eigenes Leben besser genießen können. Und vielleicht werde ich auch meinen Mitmenschen etwas mehr Lebensfreude schenken können.

Wie viel Zeit kann ich für die ganze Tour nehmen?

Ich plane zunächst für 12 Monate, in denen ich mich aktiv durch die Welt bewege. Doch ich muss auch mit Unvorhersehbarem rechnen, weshalb ich noch eine Pufferzeit von 2 bis 3 Monaten im Hinterkopf behalte.

Wie groß ist mein Budget?

Ich werde versuchen mit dem auszukommen, was ich auch in Deutschland monatlich ausgebe. In einigen Ländern wird man damit sehr gut durchkommen, in anderen könnte es als Durchreisender schwierig werden. Allerdings möchte ich auch nicht von Hotel zu Hotel ziehen, sondern möglichst viele hoffentlich gastfreundliche Menschen kennenlernen, die mir günstige oder gar kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten bieten.

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One Response to “Planung einer Weltreise”

  1. Rainer Vetter sagt:

    Lieber Herr Chaudhuri, ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben. Hoffentlich können Sie viele wertvolle Erfahrungen und Eindrücke sammeln und kehren gesund, und wie Sie so schön sagen gereift, wieder zurück. Ihre Berichte verfolge ich sehr interessiert und freue mich weitere Gedanken über Ihre Planung einer Weltreise zu lesen.

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